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Die beste Versicherung in Österreich

Eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little stellt den Versicherungsunternehmen in Österreich ein besonders vernichtendes Zeugnis aus. Österreichs Versicherungen würden nicht effizient genug arbeiten, und belegen zudem noch unter den 14 untersuchten Ländern den katastrophalen vorletzten Platz.

Als Basis der äusserst kritisch durchgeführten Untersuchung wurden die Daten der 50 führenden Versicherungskonzerne aus Europa hergenommen. Noch schlechter als die österreichischen Versicherungen schnitten die Niederländer ab. In Dänemark sind die effizientesten Versicherungen beheimatet. Dicht gefolgt von Schweden und Norwegen.

Als beste Versicherung Österreichs ging die Wiener Städtische hervor. Sie belegte im europäischen Vergleich den 29. Rang unter 50 Teilnehmern. Zweitbeste Versicherung in Österreich ist die Oberösterreichische. Auf den dritten Platz hat es zumindst die Donau Versicherung geschafft. Diese Versicherungsunternehmen werden zumindest in Österreich, durch ihr effizienteres Arbeiten im Gegensatz zu den Mitbewerbern, gestärkt aus der internationalen Finanzkrise herausgehen, meint zumindest der Leiter der Studie.

Extrem schlecht hingegen schnitt die Uniqa Versicherung ab. Sie belegte europaweit den drittvorletzten Platz, und bildet das einsame Schlusslicht in Österreich. Andere Versicherungsunternehmen aus Österreich wurden in dieser Studie nicht berücksichtigt.

Als besonders schlecht und ineffizient wurde die Verweigerung von neuen Technlogien bewertet. Zum Beispiel der Verkauf von Polizzen über das Internet. Ebenso stiess eine zu gross Belegschaft den Bewertern sauer auf. Beispielsweise könnte eine Versicherung im untersten Bereich der Bewertung, mit Entlassungen von 17 Prozent ihrer Belegschaft, sofort zum europäischen Durchschnitt aufschliessen.

Flache Hierarchien, automatisierte Prozesse, und die Nutzung neuer Vertriebskanäle, wurden hingegen als sehr positiv bewertet.

Der Chef der Uniqa Versicherung zeigte sich vom Ergebnis der Studie wenig beeindruckt. Mitarbeiter möchte er keine abbauen. Im Gegenteil. Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa sollen noch mehr Menschen eingestellt werden. Ebenso betont der Uniqa Chef dass für diese Studie nur Daten aus dem Schaden- und Unfallgeschäft herangezogen wurden. Da die Uniqa auch Lebenspolizzen verkauft, verfüge sie daher auch über eine andere Kostenverteilungsstrategie.

Selbst der österreichische Testsieger nimmt seinen Erfolg gelassen zur Kenntnis. “Österreich ist ein kleines Land und verfügt daher über eine andere Kostenstruktur. Ausserdem ist der Wettbewerb bei uns besonders intensiv“, so der Chef der Wiener Städtischen Versicherung. Auch die Wiener Städtische möchte in Zukunft eher zusätzlich Mitarbeiter einstellen. Von Mitarbeiterabbau hält der Unternehmer derzeit gar nichts. “Der erste Platz in Österreich zeigt aber dass unser Weg der Richtige ist”, so der Chef der Wiener Städtischen.


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