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Private Krankenversicherung Selbstbehalt in Österreich

Jeder österreichische Bürger ist in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Darüber hinaus steht es jedem frei, sich bei den unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung zu entscheiden.

Diese bieten ihre Leistungen zusätzlich an. Die Police, die am weit verbreitetsten ist, ist die Sonderklassenversicherung. Sie bietet dem Kunden mehr Komfort. Wie beispielsweise ein Einzelzimmer, oder eine Chefarzt Behandlung im Falle eines Krankenhausaufenthaltes.

Zusätzliche Policen sind die Zahnersatz Versicherungen. Diese setzen aber in den meisten Fällen eine Sonderklassen Versicherung voraus. Ebenso ist es möglich damit die Kosten für Kuren zu übernehmen.

Da die Gebühren für eine private Krankenversicherung in Österreich recht hoch sind, bieten die meisten Versicherungsgesellschaften ein vergünstigtes Modell an. Dieses Modell sind private Krankenkassenleistungen mit einem Selbstbehalt der Kunden.

Hierbei zahlen die Versicherten nur einen geringeren Betrag zur privaten Krankenversicherung ein, ihnen stehen die selben Leistungen zu, aber sie müssen eventuell auftretende Kosten bis zu einer gewissen Grenze selber tragen. Erst danach tritt der volle Versicherungsschutz, den die privaten Krankenkassen übernehmen, ein.

Die Grenzen sind je nach Wohngebiet anders gestaffelt. Menschen die in Oberösterreich leben, bezahlen mehr Beiträge selber, als Menschen die im Salzburger Land wohnen. Auch die Kosten der Versicherungen mit Selbstbehalt variieren von Anbieter zu Anbieter.

Grundsätzlich sollten Sie sich vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung genau überlegen, ob sie lieber günstige monatliche Beiträge begleichen wollen und dafür im Krankheitsfall einen Selbstbehalt zahlen, oder aber ob sie perfekt abgesichert sein möchten, und deshalb lieber höhere Beiträge zahlen.

Welchen Versicherungstyp man letztendlich abschliesst ist jedem selbst überlassen. Doch darf man die Kosten die im Ernstfall entstehen können nicht unterschätzen. Der Selbstbehalt liegt zwischen 500 und 750 Euro pro Kalenderjahr. Bis zu dieser Grenze sind den Bürgern bei jedem Arztbesuch Teilbeträge der verschiedenen Leistungen in Rechnung zu stellen. So wird zum Beispiel für eine Ausstellung eines Rezeptes ca. drei Euro fällig.

Die private Krankenversicherung mit Selbstbehalt eignet sich besonders für Menschen, die selten krank sind, denn so sparen sie viel Geld wegen der hohen Beiträge ein. Nicht zu empfehlen ist die private Krankenversicherung mit Selbstbehalt all denen, die häufig einen Arzt aufsuchen, da sie immer wieder mit Zuzahlungen rechnen müssen, bis ihre Belastungsgrenze ausgeschöpft ist.


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