Lebensversicherung Vergleich in Österreich: bescheidene Beliebtheit
Ein interessantes Interview ist in der aktuellen Ausgabe der Salzburger Nachrichten zu lesen. Ein Vorsorge Experte plaudert aus dem Nähkästchen und wundert sich über die schwindende Beliebtheit von klassischen Lebensversicherungen.
Die klassische Lebensversicherung gilt als Garantieprodukt. Trotzdem geniesst sie scheinbar bei den Konsumenten in Österreich keinen hohen Stellenwert. Trotz der Krise und der schlechten Erfahrungen mit risikoreichen Anlageformen. Grund mag die, im Vergleich zu anderen Finanzprodukten, geringe Rendite sein. Möchte man das Risiko aber so gering wie möglich halten, dann kostet das eben Rendite, erklärt der Experte.
Der Finanzexperte sieht die Entwicklung alles andere als positiv. Er erklärt dass Lebensversicherungen aus volkswirtschaftlicher Sicht einen wichtigen Zweck erfüllen. Österreich würde da im europäischen Vergleich auch sehr negativ abschneiden.
Um die Lebensversicherung wieder attraktiver gestalten zu können, schlägt der Fachmann eine staatliche Unterstützung vor. Der Staat müsse “die Bedeutung der klassischen Lebensversicherung erkennen”, so der Experte. Doch die Politik lässt sich von solchen Ratschlägen nicht beeindrucken. Man macht nämlich gerade das Gegenteil. Es soll staatliche Prämien für Produkte geben die keine Kapitalgarantie aufweisen können, fordert beispielsweise die ÖVP.
So werden Produkte unterstützt die nicht im volkswirtschaftlichen Sinne liegen. “Eine ganz schlechte Idee”, erklärt der Fachmann kritisch.