Pflegeversicherung: was muss man darüber wissen?
Viele Österreicherinnen und Österreicher machen sich derzeit Gedanken über eine Pflegeversicherung. Doch auf was soll man bei den verschiedenen Angeboten achten? Welche Prämien und Leistungen sind den persönlichen Bedürfnissen angemessen?
Derzeit bieten acht Versicherungsunternehmen in Österreich eine Pflegeversicherung an. Darunter fallen Unternehmen wie Allianz, Generali, Oberösterreichische, Quelle, Raiffeisen/Uniqa, Sparkassen, Victoria, und auch die Wiener Städtische.
Bevor man sich damit beschäftigt welches Unternehmen für einen persönlich die beste Pflegeversicherung anbietet, sollte man einige generelle Dinge über die Pflegeversicherung wissen.
In der Regel richtet sich die Pflegerente nach der Höhe de eingezahlten Prämie und dem Grad der Pflegebedürfigkeit. Umso früher man eine Pflegeversicherung abschliesst, umso günstiger steigt man aus. Wer sich also im höheren Alter noch für eine Pflegeversicherung entscheidet, der muss damit rechnen hohe Prämien zahlen zu müssen.
Frauen werden bei der Pflegeversicherung benachteiligt, da sie in der Statistik öfter pflegebedürftig werden als Männer. Diese Tatsache wirkt sich natürlich auch in den zu zahlenden Versicherungsgebühren aus.
Bei der Höhe der Pflegerente spielt es eine grosse Rolle welche Tätigkeiten man noch ausüben kann, und welche nicht mehr. Dabei geht es um Dinge wie Aufstehen, Anziehen, Essen, Waschen, und der Gang auf die Toilette. Umso höher der Grad der Einschränkungen, umso höher fällt die Pflegerente aus.
Die Prämie für die Pflegerente muss man sein ganzes Leben einzahlen, um sie auch in Anspruch nehmen zu können. Erst beim Erhalt der Pflegerente können die Einzahlungen gestoppt werden.
Ebenso muss man beim Abschluss einer Pflegeversicherung mit einer monatelangen Wartezeit rechnen. Damit wollen die Versicherungsunternehmen verhindern dass jemand eine Pflegeversicherung abschliesst, der damit rechnet schon bald Pflege zu benötigen.
Kritiker der privaten Pflegeversicherung sind allerdings der Meinung, dasss nachwievor der Staat die Verpflichtung hat sich um die Verpflegung seiner Bürger im hohen Alter zu kümmern, schliesslich habe man ja sein Leben lang Sozialversicherungsbeiträge bezahlt. Und das in vielen Fällen nicht zu knapp.